Mittwoch, 17. Juni 2015

Cappenberger Barbarossakopf

Von Ralf Keuper

Der Cappenberger Barbarossakopf ist ein Werk von hoher kunsthistorischer Bedeutung. Er gilt als die erste Porträtdarstellung der abendländischen Kunst seit der Zeit der Karolinger. 


Zur Entstehungsgeschichte heisst es bei Wikipedia:
Otto von Cappenberg weilte im Herzogtum Schwaben, als der älteste Sohn des Herzogs Friedrich II., der spätere Kaiser Friedrich I. Barbarossa, geboren wurde. Otto wurde deshalb die Ehre zuteil, dessen Taufpate sein zu dürfen. Als Erinnerung an dieses Ereignis ließ der Kaiser später den Barbarossakopf anfertigen und machte ihn und die Taufschale seinem Taufpaten zum Geschenk, möglicherweise Ostern 1156, das Friedrich in Münster feierte.
Der Barbarossakopf beschäftigt die Forschung bis in unsere Zeit. Im Jahr 2010 wurden die in der Statue befindlichen Devotionalien geröntgt. Über das Ergebnis berichtete der Spiegel:
Bei dieser Röntgendurchleuchtung kamen Skeletttrümmer zum Vorschein, manche kaum fünf Millimeter groß. "In den Bündeln liegen vor allem Fuß- und Zehenglieder sowie winzige Gesichtsknochen", erklärt Fink.
Heute befindet sich der Barbarossakopf im Kirchenschatz der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Evangelist in Cappenberg bei Lünen. 

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