Samstag, 21. Februar 2015

Bochum: Wie man in kurzer Zeit und wenig Geld einen guten Konzertsaal baut

Von Ralf Keuper

Während in München das kulturbeflissene Bürgertum und einige Feuilletonisten mit der jüngsten (vorläufigen) Entscheidung der Landesregierung und der Stadtverwaltung hadern, keinen neuen Konzertsaal zu errichten und stattdessen das Haus am Gasteig einer Grundsanierung zu unterziehen, zeigt ausgerechnet Bochum, dass die Verwirklichung eines Konzertsaales nicht nur eine Frage des Geldes ist. 
Auf nicht weniger als 300, vielleicht auch 400 Millionen Euro schätzen Experten die Kosten für den Umbau des Kulturzentrums gegenüber der Isar in München. Im Vergleich dazu nehmen sich die 34 Millionen Euro, die in den Neubau eines Konzertsaals in Bochum fließen, geradezu minimalistisch aus. Und obwohl der Verdacht nahe liegt, dass es in Bochum wohl nur zu einem Konzertsaal im Ikea-Stil reicht, erfüllt das neue Gebäude nach Ansicht von Johan Schloemann  in der SZ vom 17.02.2015 in Es geht doch höchste Standards:
Die Akustik des Saals - ein Hauptstreitpunkt in München - wird in Bochum von renommierten Fachleuten betreut: Eckard Mommertz vom Büro Müller-BBM in Planegg, der an der TU München Vorlesungen über Raumakustik hält; sowie vom Büro Kahle Acoustics in Brüssel - dieses plante auch den Klang in der neuen Paris Philharmonie, im Musiktheater Linz sowie im viel gelobten Konzertsaal in Luzern. Es wird in Bochum eine Weiterentwicklung der bewährten "Schuhkasten"-Bauweise, verbunden mit einer behutsamen Umrundung von Dirigent und Orchester durch weitere Zuschauerplätze.
Mit anderen Worten: Da sind Profis am Werk. 

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