Freitag, 27. Dezember 2013

Westfälische Mitglieder der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49 und Parlamentarier im 19 Jhd.

Von Ralf Keuper

Die Frankfurter Nationalversammlung, die in den Jahren 1848 und 1849 in der Paulskirche in Frankfurt tagte, ist in die Geschichte als das >erste frei gewählte Parlament für die „deutschen“ Nachfolgestaaten des Heiligen Römischen Reichs< (Wikipedia) eingegangen. 
An dieser denkwürdigen Zusammenkunft nahmen auch einige Vertreter aus Westfalen teil, wie Jodocus TemmeJulius Ostendorf und Justin von Linde.  

Einer der führenden Köpfe, nicht nur unter den westfälischen Vertretern, war Benedikt Waldeck, der, nachdem die von der Nationalversammlung ausgearbeitete Verfassung von dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. abgelehnt wurde, einer der einflussreichsten innenpolitischen Gegenspieler Bismarcks war, so wie der gebürtig aus Osnabrück stammende Ludwig Windhorst, den Golo Mann einmal als "den genialsten Parlamentarier" bezeichnete, "den Deutschland je besaß".   

Mit kritischen Kommentaren begleitete der Journalist Friedrich Kapp die Arbeit der Nationalversammlung. Da er auch politisch engagiert war, übernahm er das Amt des ersten Schriftführers des Frankfurter Demokratenkongresses, bevor er in den Wirren des Septemberaufstands aus Deutschland floh. Die Flucht führte ihn u.a. in das Haus des (politischen) Schriftstellers Alexander Herzen. Dort arbeitete Kapp als Lehrer und Übersetzer. Zweifelhafte Berühmtheit erlangte sein Sohn, Wolfgang Kapp, als Drahtzieher des nach ihm benannten Kapp-Putsches

Wilhelm Hasenclever war einer der führenden Köpfe der Vorläuferorganisationen der SPD. Zusammen mit Wilhelm Liebknecht gründete er die noch heute herausgegebene Zeitung der SPD, den Vorwärts. 


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