Mittwoch, 30. Januar 2013

Kleinteile ganz groß in Westfalen - Türklinken, Heftzwecken, Schrauben, Federklemmen u.a.

Von Ralf Keuper

Bei aller nachvollziehbaren Faszination für große Autos, Maschinen und andere Güter, die häufig als Statussymbol dienen, kommen die vielen kleinen Dinge, die für unseren täglichen Gebrauch mindestens ebenso wichtig sind, zu kurz.

Nun hat Westfalen in beiden Kategorien genug zu bieten - vom Claas Lexion bis zur Heftzwecke. Das Hauptaugenmerk dieses Beitrags liegt, wie der Titel schon andeutet,  auf den Kleinteilen.

Bestes Beispiel für ein unauffälliges Produkt, das wir aus unserem täglichen Leben kaum noch wegdenken können, ist der Knopf. Wer sich einmal auf den Seiten von Union Knopf umschaut, ist erstaunt, was für eine Bandbreite selbst dieser Alltagsgegenstand bietet.
Zur selben Gruppe gehören Schrauben, die auf eine lange Geschichte, die bis zu den alten Griechen reicht, zurückblicken könnenIn Westfalen wird dieses "Erbe" von der ältesten Schraubenfabrik Deutschlands, Altenloh, Brinck & Co, weltbekannt durch ihre Spax-Schrauben, und Dresselhaus fortgeführt. Wo Schrauben sind, da sind auch Muttern nicht weit, auf die sich die Lippische Eisendindustrie spezialisiert hat.

In letzter Zeit verstärkt ins Rampenlicht geraten ist die Federklemme, deren Geburtsstunde 1951 in Minden bei der Firma Wago schlug.

Ein weiteres Beispiel für westfälischen Erfindergeist ist der Bruns Gerätehalter aus Harsewinkel-Greffen. 

Die Türklinke zum Designobjekt erhoben, hat die Franz Schneider Brakel GmbH & Co. KG, kurz FSB.

Bisher können Fussballspiele und Großdemonstrationen nicht auf sie verzichten: Die Trillerpfeife. Dass hier kein Mangel entsteht, dafür sorgt Lübold von Crone aus dem Sauerland. 

Zwar werden in Westfalen nur noch in Bochum echte Autos hergestellt, dafür aber ums so mehr in Miniaturform, für die Sieper Lüdenscheid (Siku) wie kaum ein anderes Unternehmen in Deutschland steht. Erst vor wenigen Monaten hat das Unternehmen ein Mekka für Modellautos in Lüdenscheid eröffnet.

Weltweit führende Adresse im Bereich hochqualitativer Kondensatoren ist WIMA, das in Unna produziert. Das Unternehmen, das heute in Mannheim residiert, wurde 1948 in Unna gegründet.

Weltmarktführer für Heft- bzw. Reißzwecken ist die Gottschalk GmbH & Co. KG (Gowi) aus Arnsberg.

Die Mikrosystemtechnik, die in Dortmund einen ihrer Schwerpunkte in Deutschland hat, "beschäftigt sich mit der Entwicklung und Herstellung von Mikrosystemen. Dabei werden beispielsweise mikromechanische oder mikrooptische Bauelemente mit mikroelektronischen Schaltungen in einem komplexen System kombiniert und integriert".

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