Freitag, 25. Januar 2013

Farben und Lacke in und aus Westfalen

Von Ralf Keuper

Farben und Lacke begegnen uns im Alltag an vielen Stellen, weshalb die Farben- und Lackindustrie in Deutschland auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftszweig ist.

In Westfalen sind gleich mehrere führende Anbieter heimisch. An erster Stelle steht BASF Coatings in Münster-Hiltrup. Ebenfalls in Münster angesiedelt ist Brillux.  Im Gegensatz zu BASF Coatings befindet sich Brillux in Familienhand. Hauptabnehmer der Farben und Lacke beider Unternehmen ist die Automobilindustrie. Daneben ist Brillux stark im Geschäft mit Endverbrauchern vertreten. 

Ein bedeutender Hersteller von Lacken und Beizen für das Holzhandwerk ist das Familienunternehmen Hesse-Lignal in Hamm.
Über eine breite Produktpalette von Lackfarben verfügt Peter-Lacke aus Herford, ebenfalls ein Familienunternehmen. 
Marktführer für Ostereierfarben ist dagegen Brauns-Heitmann aus Warburg - selbstredend in Familienhand. Abgesehen davon ist das Unternehmen noch im Bereich Textilfarben tätig. 

In Bielefeld widmen sich die Malermeister Stenner und Keitel bereits seit 1848 (einer der ältesten Malerbetriebe Deutschlands) den unterschiedlichsten Facetten der Farbwirkungen. Farbe als Designfaktor. 

Ein Sonderfall ist der Blaudruck, der im Münsterland auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. 

Ein besonderes Kleinod ist das Museum für Lackkunst in Münster, das im Besitz von BASF Coatings ist und einen Einblick in eine Kunstform gibt, die insbesondere in Japan eine große Tradition hat. 

Im Geigenbau gilt der Lack noch heute als wesentlicher Bestimmungsfaktor für einen unverwechselbaren Klang. 

Erst 2009 konnte die Frage nach der Zusammensetzung des Lacks geklärt werden, den der legendäre Antonio Stradivari beim Bau seiner Geigen verwendet hatte.

Weitere Informationen:

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